Bastelkeller

Visualiser im Eigenbau

oder warum auch wir gerne pfuschen

Wer heutzutage noch einen Hellraumprojektor benutzt hat entweder keine andere Wahl oder ist im letzten Jahrhunder hängengeblieben. Im Schulzimmer steht zwar ein (halbwegs) moderner Beamer, jedoch wie soll man den Schülergerecht einsetzen? Powerpoint sagen die Profis, die keine Ahnung haben. Ein Visualiser, auch käuflich als Dokumentenkamera, soll das Lehrerpult zieren.

Bauteile:

- 5 Jahre alte und intensiv genutzte DV Kamera die kaum noch ein Band schluckt
- Stativschraube
- Altes Abfallholz
- zufällig gewählte Schrauben und Nägel aus der Wühlkiste


Bauanleitung

Aus Holz Schrauben Leim und Klebeband wird ein Hellraumprojektor-ähnliches Gestell zusammengeflickt. Um die eigentlich simple Arbeit interessant zu gestalten wird nur jeweils eine Schraube/Nagel desselbe Typs verwendet.

Am oberen Herunterhängenden Brett bohre man ein Loch durch das ein 1/2 Zoll Gewinde passt (Die Amis waren einfach zu Dominant als es um die Normierung der Stativgewinde ging)
Kamera an diesem improvisierten Stativ befestigen und fertig ist der Visualiser.

Einsatz

Da es sich um eine DV-Kamera handelt könnte das Bild direkt über den S-Video Eingang auf den Beamer geleitet werden. Aus Bequemlichkeit und weil's digital übertragen wird geht mein Signal zuerst in den Laptop per USB. Dort wird mit einem (erstaunlich kleinem) Treiber die Kamera als Webcam erkannt. Mit dem Capture-Modus von Virtualdub wird das Bild in anständigem Vollbild (natürlich etwas interpoliert) dargestellt.

Die Auflösung der Kamera ist zwar nur Pal (720x576) was im Vergleich zu einer Dokumentenkamera für 2'800 Fr. mit 1024x786 Pixel natürlich wenig erscheint. Dafür hat der Visualiser aus Abfall einen Rekordverdächtigen optischen 24 Fach Zoom und einen Makromodus der den Visualiser zur Luper werden lässt. Auch sehr geeignet für Naturwissenschaftlichen Unterricht