Bastelkeller

Müllitäralarm 2006

Nachdem der Müllitäralarm im WK 2005 erfolgreich getestet wurde ist es an der Zeit das ganze für 2006 zu toppen. Das heisst: komplettes Re-Design und neue Funktionen. Die Bewegungsmelder werden nicht mehr verkabelt sondern melden den Alarm über Funk. Neu kommt eine Kamera (ebenfalls über Funk) dazu.

Übersicht


Wie man sieht besteht das Müllitäralarm-Set aus etwas mehr Komponenten wie es bei der Vorgängerversion noch der Fall war. Es sind nun folgende Teile vorhanden (von oben links nach unten rechts):
  • Main Unit: Befindet sich in der Transportbox mit Anzeige und Steuereinheiten
  • Steckernetzteil zur Main Unit (um die Batterien zu schonen und für den TV Modus)
  • Receiver-Box: Mit Empfänger für Video und Alarmsignale sowie einem Sender für Schaltsignale
  • Camera Power Unit: Mit Batterien und Schaltempfänger für die Kamera
  • 2,4GHz Kamera
  • 2x Bewegungsmelder: Batteriebetrieben mit Funksender

Funktion

Die zwei Bewegungsmelder werden an geschickter Position platziert und mit einem schwarzen Plastiksäckchen (gibts beim Robidog Hunde-WC) getarnt. Sobald einer der Sensoren anspricht, sendet er diese Entdeckung per Funk aus. In der Camera Power Unit wird dieses Signal empfangen und die Kamera für 30 Sekunden aktiviert. Gleichzeitig empfängt dieReceiver-Box den Alarm, schaltet in der Main Unit die LCD-Glotze für 30 Sekunden ein und erzeugt das Alarmsignal. Je nachdem welcher Sensor angesprochen hat leuchtet eine rote oder blaue LED die langsam wieder dunkler wird. Mittels zweier Tasten kann das Videosignal jederzeit manuell aktiviert (für 30 Sec) oder deaktiviert werden. Das Schaltsignal wird dabei in der Receiver-Box ausgesendet um auch die Kamera mit auszuschalten.

Funksysteme

Es befinden sich zwei Funksysteme an Board:
Für Alarm- und Schaltsignale findet das FS-20 von ELV verwendung. Dieses 868MHz System arbeitet in einem relativ störunanfälligen Frequenzbereich der speziell für solche Schaltaufgaben definiert wurde. Die Bewegungsmelder gibt es gleich als Komplettbausatz mit Gehäuse und allem Kleinkram. Nur die Batterien sind nicht dabei. Das FS-20 System benutzt eine digitale Addressierung und ist somit sehr unanfällig gegen störungsbedingte Auslösungen.
Die Kamera mit zugehörigem Empfänger findet man als Komplettset bei diversen Elektronik-Verramschern. Die 2,4 GHz sind relativ anfällig da sich hier auch Wireless LAN und Bluetooth tummelt. Für meinen Zweck ist aber keine hohe Bildqualität gefordert also ist das kein Problem.
Sämtliche Funksender und Empfänger habe ich fertig bzw. als Bausatz mit vorgefertigten HF-Modulen gekauft. Somit gibt es keinen Stress mit dem Abgleich oder mit Zulassungen.

Komponenten

Die Main Unit wird mit Batterien (3x 4,5V Flachbatterie) und/oder Netzteil betrieben.

Die Bedienelemente sind einfach aufgebaut da sie Miliztauglich sein müssen (v.l.n.r.):
  • Zwei LED für die beiden Sensoren
  • Schalter um den MÜA06 ein- und auszuschalten
  • Schalter um den Alarmpieper (Buzzer) stumm zu schalten
  • Schalter für den TV-Modus zu aktivieren (nur mit Netzteil möglich um Batterien zu sparen)
  • Zwei Taster um die Cam und den Bildschirm manuell ein- und auszuschalten
Viel Zauberei ist hier nicht drin, aber viele Drähte sind es dennoch geworden


In der Receiver-Box befinden sich je ein 868MHz Sender und Empfänger und ein 2,4GHz Video Empfänger in Sandwich-Bauweise. Die Box sollte theoretisch wasserdicht sein, gegen Kondenswasser liegen einige Silicagel Säckli drin. Das blaue Kabel ist etwa 3m lang und hat auf der anderen Seite einen RJ-45 Stecker um mit der Main Unit zu kontaktieren. Alle acht Adern sind ausgebucht.



Die Camera Power Unit steckt ebenfalls in einer wasserdichten Box und beherbergt zwei Batterien (4,5V Flachbatterien), einen Empfänger und ein kleines Relais um die Kamera einzuschalten.