Bastelkeller

LTC1290 und Linux

Der LTC1290 ist ein kleiner aber feiner 8-Kanal, 12-Bit Analog/Digitalwandler mit serieller Schnittstelle. Im Elektronikbausätzeversandhandelshaus gibt es fertige Bausätze zum selber löten. Das sieht dann in etwa so aus:



Normalerweise liegt da noch eine Diskette (Wer kennt das überhaupt noch?) dabei mit einem Programm in QBasic (Wer kennt das noch?) um die Daten aus dem Chip zu saugen. Da die Serielle Schnittstelle etwas anders genutzt wird als üblich, und zwar über die Steuer-, nicht die Datenleitungen und zudem noch die Stromversorgung für die Schaltung daraus abgezwackt wird, ist das ganze ein richtig schönes Bastelobjekt.

Wie eben angetönt kennt man heute weder die Diskette noch QBasic, beides stammt aus dem letzten Jahrtausend. Da bei mir Linux das dominierende Betriebssystem auf dem Desktop ist, muss das Teil unter Linux zum funktionieren kommen. Es gibt so etwa tausendundeine Programmier- und Scriptsprachen die alle geeignet wären. Ich habe mich für GAMBAS entschieden weil man da so einfach alles in ein nettes Fensterchen packen kann. Das guckt dann so



Ist das Proggie dann in Betrieb, zeigt es einem in regelmässigem Abstand die aktuellen Werte aller 8 Kanäle an. Bis etwa 20Hz Refreshrate liegen locker drin.



Wer das ganze selber ausprobieren möchte benötigt neben der Schaltung ein einigermassen aktuelles Linux mit grafischer Oberfläche, GAMBAS und die GAMBAS Dateien: LTC1290.tar.gz Mit dem kleineren 10-bittigen Bruder, dem LTC1090 sollte es auch funktionieren, die Wandlerauflösung muss im Code einfach entsprechend umgestellt werden. Diese Konstellation habe ich aber nicht getestet.