Bastelkeller

AR-Glasses

  • Was ist denn das?
    • AR steht für Augmented-Reality oder auf Deutsch "Erweiterte Realität" und "Glasses" ist das englische Wort für Brille.
  • Was soll das?
    • Na was wohl? Die Realität erweitern! ein bisschen Science-Fiction spielen! Schon Geordi La Forge aus dem Raumschiff Enterprise hatte so ein Spielzeug.
Was der hat, will ich auch haben! Das ist sowas von Freakig!

Wie alles begann

Wie so oft beginnt es mit einem Zufall. In einem Radio-TV-Bügeleisen-Shop in meiner Nähe laufe ich per Zufall an so ein Gestell mit einer Videobrille. Cool! Teststation! Ausprobieren - Enttäuschung: Kleines Bild, traurige Auflösung, man sieht nichts mehr von der echten Welt... Nichts für mich. Aber die Technik an sich ist schon was lustiges.

Speziell, dass man nichts anderes mehr sieht passt mir gar nicht. Man kennt ja aus dem TV die Kampfjet Filme mit dem Head-Up Display das die Freunde und Feinde als grüne Kreuze oder Kreise anzeigt. In einigen Sendungen sieht man auch Piloten die ein kleines, halb durchsichtiges Display am Helm tragen und dort die Infos eingeblendet bekommen.

Suchmaschine --> "Head-up Display", "Head mounted Display" usw...
Was kommt ist entweder Müll, nicht zu kaufen oder mindestens 2 Zehnerpotenzen zu teuer. Es gibt nichts für den normalsterblichen, ausser einigen Videobrillen die einem mit pixeligem Video abspeisen und keinen Durchblick mehr gewähren.
Es gibt einige Ankündigungen von "See-Thru" Brillen, also solchen die auch die Realität noch durchlassen aber keine gibt es bisher wirklich zu kaufen. Selbst das lange und gross als See-Thru angekündigte "WRAP" Modell von Vuzix hat sich dann als Flop erwiesen.

Die Idee

Selber bauen! So schwer kanns ja nicht sein!
Problem: kleine Displays die mit Videosignal gefüttert werden können. Hier kommt wieder die WRAP ins Spiel. Obwohl nicht See-Thru hat die doch alles drin was man so braucht. Also: kaufen!


Hier ist das WRAP Teil schon teilweise zerlegt. In der Mitte das interessante Zeugs. Das Kabel führt zu einem kleinen Batteriekasten mit Bedientasten für Helligkeit etc... und einem Steckanschluss für ein Composite Videosignal.


Hier pfeif ich auf die Garantie, ich will an das Innenleben!


Das breite Anschlusskabel führt zu einem der beiden Micro-LCD, das schmale Kabel ist für die Beleuchtung.


Als Grössenvergleich mal ein Kartenmeterli mit cm Einteilung


Display läuft und zeigt das Menu vom Batteriekästchen. Das Teil hat 640x480 Pixel. Nicht viel aber für den Anfang ok und doch erstaunlich viel für so wenig Fläche! Die Bilder auf dieser Seite sind übrigens auch in 640x480!


Mit der Optik aus der WRAP und etwas Knetgummi gibt es mal erste Versuche. Das grüne Stück Plastik dient als "Einblendteil" durch das man erstens das Bild des Displays eingespiegelt bekommt und zweitens die Realität doch noch sieht.


Das vierstöckige Haus kommt aus dem Fotoalbum auf meinem Mobiltelefon! Per Video-Out-Kabel zum Video-In der WRAP und via das grüne Plastikteil ins Auge (oder eben die Cam). Vo der Welt dahinter sieht man noch nicht viel aber das lässt sich noch verbessern. Das Priinzip tut auf jeden Fall mal.


Das grüne wird durch einen halb durchlässigen Spiegel ersetzt..


...das Bild auf dem Display durch eine einfache Strichgrafik (erstellt in GIMP, ca. 30 Sekunden Aufwand)


HEUREKA! Es funktioniert! Die Optik ist noch nicht optimal und daher das Bild etwas verzogen aber das Prinzip funktioniert! Man erkennt sogar noch das Bildchenmenu von meinem Nokia.

Weitere Tasks

  • Gescheitere Optik auftreiben
  • Optimalen Beamsplitter suchen
  • Zweites Display auch noch mit Optik versorgen (3D möglich! Die WRAP unterstützt sowas!)
  • Brille oder sowas drumherum bauen